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09/01/2010
Gastspiel des möglichen Boreyko-Nachfolgers
Michael Matter - Der Bund

 „Polish pianist Ewa Kupiec is a wilful appearance. Her manner brisk and jagged. But still: When she sits down at the piano for Mozart’s Rondo K382 the most silent and subtle sounds rise. In the interpretation her character comes through though. Her playing is very whimsical and lively, less aiming for big lines than for musicianship in little, engraved by numerous shadings. An unusual yet very lively reading of Mozart.
Her stormy temper really appeared in Stravinsky’s Capriccio. Spiked with dance rhythms and wild ostinati, the music came over not only crisp and striking but also with esprit. Technically perfect, the pianist presented the difficult final movement as a saucy finale…“


 Mario Venzago übernahm für einen Abend die Leitung des BSO.

Michael Matter

Die polnische Pianistin EWA Kupier ist eine eigenwillige Erscheinung. Ihr Auftreten ist forsch und zackig. Und dennoch: Als sie sich Mozarts Rondo KV 382 für Klavier und Orchester an den Flügel setzt, erklingen bisweilen die feinsten und leisesten Klänge. In der Interpretation dringt ihr Charakter aber durch. Das Spiel ist sehr neckisch und spritzig, weniger auf grosse Linien ausgerichtet als auf das Musizieren im kleinen, das geprägt ist von zahlreichen Schattierungen. Vielleicht eine etwas ungewohnte, aber sehr lebendige Mozartauffassung.
Vollends zum Tragen kam Kupier’ ungestümes Naturell in Strawinskys “Capriccio”. Die mit tänzerischer Rhythmik und wilden Ostinati gespickte Musik kam nicht nur sehr knackig und plakativ, sondern auch mit Witz daher. Im diffizilen Schlusssatz legte die Pianistin schliesslich, getragen von einer perfekten Technik, ein schmissiges Finale hin, bei dem das virtuose Berner Sinfonieorchester präzis mithielt.

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